The Hunger Games - Suzanne  Collins

Wofür so ne Woche krank zu Hause im Sessel lümmeln nicht alles gut ist. Man kann zum Beispiel sämtliche televisuellen Bildungslücken auffüllen. Genau das habe ich dann auch gemacht, und schwuppdiwuppdi alle Hunger-Games Filme hintereinander weggeschaut. Zurückgeblieben ist das nagenden Gefühl, dass man die Bücher doch auch noch mal lesen könnte. 

 

Gesagt, getan. Zumindest Band 1

 

Abgesehen von der wunderbaren Dystopie, die zum Zehennägeln kräuseln ist, gefällt mir hier die subkutane Liebesgeschichte ganz besonders gut. Oder man könnte sagen dieses Buch vertritt gleich zwei meiner favorisierten Genres: Negative Zukunftsvisionen und Liebesgeschichten die spannend bleiben, weil sich A und B nur in Paralleluniversen zu finden scheinen. Was will man mehr? 

Noch dazu lässt sich das Buch in einem Rutsch Weglesen und es gibt keine langweiligen Passagen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Geschichte aus der Perspektive der Protagonistin erzählt wird, die einen ausnahmsweise mal nicht aufgrund nervenaufreibender Naivität in den Wahnsinn treibt (außer vielleicht was zwischenmenschliche Beziehungen angeht). Ganz im Gegenteil sie ist nüchtern, aber nicht Gefühlskalt und es bleiben uns ätzende Sprünge durch diverse Erzählstränge und Handlungszweige erspart.

 

Nichtsdestotrotz. Mal einen Moment innehalten und darüber sinnieren, was die Autorin hier für eine kranke Welt erschaffen hat. Gruselig. Und dabei gar nicht mal so abwegig.