Im schönen hohen Nordnorwegen fing das neue Lesejahr mit "Wann wird es endlich wieder so schön wie es nie war" an und am Ende stritten sich drei um das Buch. Man könnte meinen das kann was heißen! Tatsächlich konnte man das Buch sehr gut lesen. In kurzen Kapiteln erzählt der Autor Geschichten aus seinem Leben eher unzusammenhängend und lose chronologisch geordnet. Möchte man erheitert werden, sollte man allerdings erst mal zu einem anderen Buch greifen oder rechtzeitig aufhören... Fängt das ganze noch recht heiter an, spitzt sich der Verlauf und die Tragik der Ereignisse immer weiter zu. Vieles wird nur angedeutet, aber das reicht aus. Warum nicht mal ne Runde heulen. Seelenwäsche soll ja gesund sein. Das Ende ließ mich dezent in den Seilen hängen.

 

Moby Dick ein kurzes Lächeln geschenkt und etwas über Wale in allen Buchbinderformaten gelernt (No shit Sherlock! :D) wand ich mich dann doch lieber einer leichteren Lektüre zu - sowohl im übertragenem als auch im realen Sinne - "Nathalie küsst":

Kurzweilig, zauberhaft, schön! - Mabus Rezension

Dem kann ich mich nur anschließen. Im Gegensatz zum davor angefangenem "Die Eleganz des Igels" (KOTZ, wobei der Film doch sehr schön war. Das Buch habe ich nach drei Kapiteln und vollkommener Entgeisterung in die Ecke gepfeffert) nicht so furchtbar Möchtegern-philosophisch. In die Erzählweise musste ich mich erst reinlesen, dann war es aber schnell verschlungen :) Sehr gefallen haben mir die Fußnoten und die Minikapitel mit scheinbar wahllosen Zusatzinformationen. Die haben auf eine schöne Art und Weise die Handlung wieder aufgenommen. Bemerkenswert fand ich, dass die Übersetzung dem Französischen Sprach Sing-Sang sehr ähnelte, das macht doch mal ein Lesegefühl der besonderen Art! :)

 

Ein dreifach Tusch für Wilhelm Busch. Ein neues Jahr kann beginnen.