Mockingjay - Suzanne  CollinsIch hatte Band drei der Serie gar nicht so emotional in Erinnerung. Mir schwant der Film hat meinem ohnehin mitunter sehr löcherigem Gedächtnis hier nur nachgeholfen und die Erinnerung verklärt. Vielleicht war es gerade deshalb so emotional. In dem Buch wird nicht die ganze Zeit nur gekämpft und Leute sterben, dass passiert tatsächlich konzentriert erst am Ende, eigentlich begleiten wir Katniss in Distrikt 13, die versucht die Scherben ihres Lebens irgendwie beieinander zu halten. 

 

Die Hälfte der Zeit dachte ich, was für eine furchtbare, furchtbare Vision. Aber ich bin der Autorin ganz dankbar, dass auf der letzten Seite nicht eitler Sonnenschein herrscht. Mir gefällt, wie die Charaktere aufgebaut werden, und dass Unterschiede sichtbar werden zwischen den Gewinnern der Hungerspiele, die eine andere Art von Sicht auf die Dinge haben, neben den Rebellen, die sich im Zweifelsfalle nicht besser gebären als die Macht, gegen die sie kämpfen. Da kann einem echt schlecht werden. 

 

Catching Fire - Suzanne  CollinsBand zwei... Ich mag bei beiden Büchern, dass sie sich soviel Zeit lassen die Geschichte zu erzählen. Beziehungen zwischen den Personen verändern sich, so dass man es mitkriegt, kontinuierlich, keine Sprünge wo man denken muss: "Was hab ich denn jetzt verpasst?". Außerdem weiß man immer nur soviel, wie Katniss weiß, man bekommt also keine vorgefertigte Meinung mitgeliefert.

 

Und wieder: Gruselig, wie nah am wahren Leben das ganze geschrieben ist. Für mich von der Denkart und dem Kriegsszenario her absolut nicht aus der Luft gegriffen. Das macht es wohl noch schlimmer.