Der Rosie-Effekt: Noch verrückter nach ihr - Graeme Simsion, Annette Hahn

Blöd nur, wenn man Rosie nicht leiden kann.

Was für eine anstrengende Frau. Total unsympathisch. 

Fazit: Ein Buch zu lesen, in dem einem zu viele Charaktere nicht unbedingt die wärmsten Gefühle entlocken ist schwierig und oft wenig unterhaltsam. Dazu dann noch ein verkitschtes Ende nach einem ansonsten recht neutral gehaltenem Buch - sinnig, da aus der Ich-Perspektive. Dazu passendes Zitat:

"Ich wollte nicht nur Lydia schütteln, sondern die ganze Welt voller Leute, die den Unterschied zwischen der Kontrolle von Gefühlen und ihrem Fehlen nicht begriffen. Die die Unfähigkeit, Gefühle anderer zu erkennen, gleichsetzten mit der Unfähigkeit, eigene Gefühle zu erleben."

Don Tillman, Seite 372f 

Da kann einem dann schon fast übel werden. Warum überhaupt dieser Klischee Mist wir feiern unseren Protagonisten, alle finden ihn super, nur seine eigene Frau nicht. Die dann nach einem weiteren kleinen Klischee Vorfall vor versammelter Mannschaft, final, nach 400 Seiten (!) feststellt, dass sie doch den Mann geheiratet hat, den sie liebt. Überraschung. Ein bisschen Reflexion hätte ihr diese Erkenntnis bestimmt schon früher bescheren können.

 

Kurzum. Ich bin leider parteiisch. Nettes Buch...vielleicht (Obwohl Dons Gedankengänge eine Sperrigkeit besitzen, die bestimmt einen Prosapreis gewinnen würden). Aber diese Menschen! Ätzend!